Neuffen

Neuffen

Herrliche Aussichtswanderung von Neuffen zum Jusi, Hörnle, Deckelesfels und zur imposanten Burgruine Hohenneuffen.

Neuffen

Gewandert am 06.07.2013
Wanderroute
Wanderroute

Diesesmal starten wir um 6.40 Uhr. In Niederstotzingen zum Bäcker, weiter an Langenau vorbei, Bernstadt, Beimerstetten, Bermaringen, Asch, Suppingen, B 28, kurz vor Feldstetten auf P links (Wienerle, Breze, Stadtplan Neuffen; 7.50 Uhr bis 8.20 Uhr), B 465, in Serpentinen hinab nach Gutenberg, in Owen links, Beuren, Wanderparkplatz Schelmenwasen bei Neuffen an 8.55 Uhr, Höhe 465 ü.N.N. (in der Nähe stehen Tische und Bänke): mit vollen Rucksäcken um 9.10 Uhr abmarschiert.

Bohrung auf Steinkohlen
Bohrung auf Steinkohlen

Dem Wanderzeichen Blaues Dreieck nach; es ging auf der Straße Oberer Graben und auf der Reutlinger Straße durch den Ort Neuffen (sehr viel Verkehr; Kirche fotografiert), am historischen Bohrloch (Bohrung auf Steinkohle 1832-1839, Bohrtiefe 341,5 m) vorbei; abgebogen auf den Gaisweg (438 ü.N.N.) und wir konnten schon die mächtige Burg Hohenneuffen erblicken; beim Anstieg zum Sattelbogen auf einem Forstweg und später einem Wanderpfad sahen wir das Hörnle (die Nordflanke ist fast ganz dem Zementwerk zum Opfer gefallen); wir hatten um 10.50 Uhr schon eine Höhe von 600 m erreicht; eine kleine Verschnaufpause mit einem Schluck aus der Pulle war jetzt fällig; mit einer Wandergruppe hielten wir ein kurzes Schwätzchen; nun machten wir einen Abstecher und stiegen anfangs sehr steil hinauf zum Jusi (673 ü.N.N.); auf einer Bank mit Tisch neben der Hütte brauchten wir nun eine Stärkung (11.25 Uhr): Brot, Wurst, Käse, Radieschen und Tomaten ließen wir uns jetzt schmecken und ein Tässchen Kaffee gab es als "Nachspeise"; wir schlenderten zur Aussichtsbank des Jusi mit dem tollen Blick über weite Teile der Schwäbischen Alb von der Burg Teck über Beuren, Nürtingen, Metzingen und fast bis zum Schwarzwald; mit dem Fernglas konnten wir die aufsteigenden Flugzeuge auf dem Stuttgarter Flughafen bewundern und sogar den Stuttgarter Fernsehturm (Entfernung etwa 25 km) ausfindig machen; auch den Hohenstaufen und den Hohenrechberg (etwa 39 km) sahen wir, obwohl wir bei dieser Entfernung schon eine sehr ruhige Hand brauchten; natürlich schossen wir etliche Bilder; zwei Mountainbiker stürzten sich mit ihren Rädern todesmutig den schmalen Pfad vom Jusi hinunter nach Kohlberg; um 13.05 Uhr verließen wir diesen gigantischen Platz auf dem Jusi.

Jusi
Jusi

Nach 20 Minuten kamen wir schon wieder zum Sattelbogen und es zogen immer wieder dunkle Wolken auf; teilweise war es auf der Wanderung sehr warm und teilweise wieder frisch; mit einem Aufschwung ging es hinauf zum Gipfel des Hörnle (707 m ü.N.N.); auf einem bewaldeten Kamm gab es immer wieder mal Aussichtspunkte nach rechts auf Dettingen und das Ermstal und auf die Achalm, dem "Hausberg" der Stadt Reutlingen; seit dem Sattelbogen blühte rechts und links des Pfades teilweise noch der Türkenbund; vom Hörnle aus gibt es keine Aussicht mehr, da alles zugewachsen ist; später konnten wir dann doch noch einen Blick nach links zur Burg Hohenneuffen erhaschen; um 15.35 Uhr kamen wir zum Schillingskreuz von 1904 (Höhe 632 m ü.N.N.); das ist ein Gedenkstein zum auf der Bärenjagd im Jahr 1341 verstorbenen Herrn von Schilling; gleich daneben steht eine Hütte mit Bänken und Tischen, die uns zu einer Brotzeit einlud (Brot, Wurst, Käse, Radieschen, Tomaten gab es nochmal).

Kunst
Kunst

Über ein paar Pfadkehren ging es sehr anstrengend hinauf zum Naturdenkmal Karlslinde (Höhe 712 m ü.N.N.) auf dem Kienbein-Bergsporn; ab hier erweiterten wir unsere Tour mit dem Wanderbuch Schwäbische Alb West Nr. 5; immer am Trauf entlang gelangten wir um 17.20 Uhr zum Deckelesfels mit seiner fantastischen Aussicht übers Wachter- und Ermstal und bei klarer Sicht bis ins Neckartal; im leichten bergauf und bergab kamen wir nach einigen Minuten zum Seizenfelsen; hier war die Aussicht etwas eingeschränkt; kurz nach dem Seizenfelsen ging es nach links und wir kamen dahinschlenderd wieder zu unserer ursprünglichen Tour; bald kamen wir zum Parkplatz Ob der Neuffener Steige (710 m ü.N.N.); über eine Wiese standen wir plötzlich vor einer großen Metallbrille aus Aluminium (Kunstwerk der Gemeinde Hülben von 2000; Künstler Karl Schwarz; hergestellt wahrscheinlich von Zeiss); kurz darauf kamen wir zum Heidengraben und auf dem gewohnten Traufwanderweg machten wir einen kurzen Abstecher zum Molach, einem ehemaligen Vulkanschlot, und danach waren wir schon am Parkplatz Bei der Schanze, 732 m ü.N.N.; Gott sei Dank mussten wir hier nicht auf der Straße weitermarschieren, es gab einen schmalen Pfad; im Wald ging es leider wieder abwärts, denn wir mussten ja noch zur Burg Hohenneuffen aufsteigen.

Blick von der Burgruine Hohenneuffen
Blick von der Burgruine Hohenneuffen
Burgruine Hohenneuffen
Burgruine Hohenneuffen

Wir schwärmten schon lange von einem Cappuccino, den wir auf der Burg zu uns nehmen würden; “Bis wir da oben sind, hat der Kiosk schon geschlossen”, sagte der Günter; wir kamen zum großen Parkplatz unterhalb der Burg; es standen sehr viele Autos hier; vermutlich ist auf der Burg noch ein großes Fest; es ging nun 600 Meter eben dahin; doch dann folgte noch auf einem Pflasterweg ein steiler Aufstieg und durch einen Tunnel hinauf zur mächtigen Burg Hohenneuffen (743 m ü.N.N.); dieser Aufstieg kostete dem Ottwin die letzten Kräfte; um 20.20 Uhr waren wir oben; es fand eine große Hochzeit statt und so hatte der Kiosk, der normalerweise bereits um 19 Uhr schließt, erfreulicherweise noch geöffnet; wir genehmigten uns jeder nun keinen Cappuccino, sondern einen Eiskaffee (je 4 Euro), den wir auf der Sonnenterrasse mit den Hochzeitsgästen gemütlich genossen und dabei die einzigartige Aussicht, bei einem leichten Abendrot, zum Hörnle, zum Jusi, auf viele Berge und Orte auf der Schwäbischen Alb in uns einsogen; wir schossen nochmals Bilder um Bilder; am liebsten wären wir hier sitzengeblieben und träumten weiter, so toll war die Aussicht, aber wir mussten ja noch hinunter zu unserem Auto; um 20.50 Uhr erfolgte der Marsch auf einem Forstweg; da wir zum Parkplatz Schelmenwasen mussten, verließen wir bald diesen Weg und auf einem Pfad, vorbei an Weinbergen (es waren aber keine Trauben zu sehen) kamen wir um 21.40 Uhr bei jetzt schon leichter Dämmerung am Auto an.

Sternenbahnen
Sternenbahnen

Da alle Tische belegt waren, genossen wir etwa 100 m weiter auf einer Bank noch unseren Abendkaffee mit Zopf und Marmelade; den Kaffee hätten wir sonst zuhause trinken müssen; es wurde immer dunkler und so starteten wir leider zur Heimfahrt; diese führte uns auf dem gleichen Weg wie bei der Hinfahrt heimwärts; kurz nach Asch hielten wir auf einer Deponie-Zufahrt an und der Günter fotografierte noch die Sterne; das ging heute gut, denn es war Neumond; der Himmel hing voller, nicht Geigen, sondern Sterne; mit einer langen Belichtungszeit (5 Minuten) waren die Sterne auf dem Monitor der Digikamera als Striche zu sehen; nach dieser doch anstrengenden Nachtfahrt kamen wir um 0.45 Uhr wieder wohlbehalten zuhause an; beide waren wir sehr müde; aber diese tolle Wanderung machte unsere Strapazen vergessen; Günter machte sich gleich auf den Heimweg. Wieder war ein toller Tag mit einer großartigen Wanderung vergangen. Das Wetter war zeitweise wolkig (mittags einige dunkle Wolkcen) und sehr warm und zwischendurch auch ein wenig frisch.